Venezuelareise nach El Yaque und Cumana

Dies ist der Bereich für alle Reiseberichte vom venezolanischen Festland.
Antworten
Condorito
Neu im Forum
Neu im Forum
Beiträge: 12
Registriert: Sa 14. Jan 2017, 22:37

Venezuelareise nach El Yaque und Cumana

Beitrag von Condorito » Sa 1. Jul 2017, 22:55

Ich habe nun einige Monate im Forum mitgelesen und viel gelernt. Nun kann ich von meiner kurzen Venezuelareise berichten. Ich bin gestern aus El Yaque zurückgereist.

Vorwort:
- habe die letzten Monate jeden Tag venezolanische Zeitungen gelesen und oft mit meinen Bekannten in Venezuela diskutiert
- mir ist die äusserst schwierige Lage, in welchem das Land und die Bevölkerung stecken bekannt.
- insbesondere die unfähige Regierung, welche an alten und unwahren Zöpfen festhält und alles falsch macht was man nur falsch machen kann lässt einen fast verzweifeln
- ich will nicht, dass mein kurzer Reisebericht zu schönfärberisch und beschönigend rüberkommt
- Fazit: trotz der Krise in welchem das Land steckt, habe ich als Tourist glücklicherweise in meinem kurzen Urlaub ausschliesslich positive Erfahrungen gemacht

An- und Rückreise:
- via Paris nach Caracas mit Airfrance für ca. 800 Euro. Beim Hinflug war der Flieger nur zur Hälfte besetzt.
- Den Anschlussflug hatte ich mit Aeropostal am selben Tag um 1930 gebucht. Hat alle problemlos geklappt. Der nationale und der internationale Flughafen sind ja durch einen geschützten Gang verbunden. Wechsel problemlos
- Um gegen Konkurse der nationalen Fluggesellschaften etwas geschützt zu sein, habe ich mir für den nationalen Rückflug mehrere Tickets gekauft (Laser und Aeropostal). Da während meiner Urlaubszeit kein Konkurs angefallen war konnte ich mit ruhigem Gewissen mein "letztes" Ticket verwenden und bin letzten Donnerstag wieder mit Aeropostal von Porlamar nach Maiquetia geflogen. Problemlos, alles on time
- Preise: Ich konnte meine nationalen Tickets durch eine venezolanische Bekannte buchen (Passkopie per e-mail reicht). Pro nationalen Flug habe ich ca. 4-5 Euro bezahlt.
- Bei der Rückreise habe ich in Maiquetia für all die Kontrollen fast 2 Stunden gebraucht. X-mal kontrolliert, aber immer freundlich und zuvorkommend (Ausreise war 2 Tage nach dieser "Show Einlage mit dem Helikopter in Caracas" )
- beim Rückflug ab Maiquetia mit AirFrance ein voller Flieger. Ein grosser Teil davon Chinesen, welche in Venezuela leben.

El Yaque:
- Habe im Hotel Jump 'n Jibe gelebt. Perfekt und sehr familiaer. Dario und seine Crew kümmern sich vorbildlich um die Gäste.
- Jeden morgen gutes Frühstück mit Brot, Eiern, Cafe und Milch, Früchten, ...

Restaurants und Bars:
- alle Restaurants und Bars (ca. 5-7) sind freundlich, sauber mit cooler Musik und top Ambiente. Tagsüber max 50% besetzt, abends wenig Gäste.
- am besten gefallen haben mir:
  • Sharks: Top Speisen (lomito ist perfekt aber auch all die Meergerichte). Zudem ist das Sharks für Touristen sehr geeignet. Man eröffnet mit Dollar ein Konto welches aktuell (Juni 2017) mit 1:7000 in Bolivar getauscht wird. Anschliessend kann man im Sharks speisen und alles auf sein Konto aufschreiben lassen

    Restaurant des Hotel California: nicht direkt am Strand, dafür überzeugt die Küche mit umso besseren Speisen
Preisniveau generell: Für Europäer vernachlässigbar. Abendessen mit 2-3 Bier und einem grossen, feinen Rindssteak kosten weniger als 28000 VEF (weniger als 4 Dolar)
- Cocktails (Mojitos, Daiquirys, Cuba Libres, ...) kosten ca. 6000 VEF (weniger als 1 Dolar)

Reise nach Cumana:
- habe meine Freunde in Cumana besucht und bin von Punta de Piedras (Margarita) mit der Fähre (Grand Casique) für 18 000 Bolivar (ca. 2.50 Dolar) in knapp 2 Stunden nach Cumana gereist (Abfahrt Abends um 1900).
- wurde von meinen Freunden abgeholt und wir haben gemeinsam einen gemütlichen Abend verbracht.
- nächster Tag am wunderbaren Strand Playa San Luis verbracht (hab dort vor Jahren mal 3 Monate gewohnt)
- hab mir kurz mal das Hotel Venetur von innen angeschaut. Sieht recht gepflegt aus und hatte auch einige venezolanischen Gäste. Meine Freunde meinten aber, dass das Hotel im Besitz der Regierung sei und vor allem regierungstreue Mitarbeiter in den Genuss eines Aufenthalts kämen.
- ausländische Touristen waren keine zu sehen
- Beindruckt haben mich die riesigen Iguanas im Garten des Hotel Komplexes
- am Strand war alles ruhig, im Vergleich zu früheren Jahren "zu ruhig". Keine Kioscos mit Musik und Cervezas, eher wenig Leute am Strand (war vielleicht auch einfach zu früh am Sonntag morgen) :)
- Rückreise wieder mit der Fähre am Sonntag Nachmittag um 14 00 nach Punta Piedras und von dort mit Taxi (10000 Bolivares) nach El Yaque.

Windsurfen:
- El Yaque gilt als einer der windsichersten Orte für Windsurfer. Daran hat sich nichts geändert.
- Vor 20 Jahren waren hier 10 Surfschulen ansässig und an guten Tagen über 100 Windsurfer auf dem Wasser
- jetzt hat es noch eine Station (Nathalie Simon), welche von Xavier ausgezeichnet geführt wird
- Material ist top (Bretter von Exocet und Segel von XO)
- wir waren meist max. 3-4 Windsurfer auf dem Wasser. Die Verhältnisse gut- sehr gut, fast jeden Tag Wind. Ein Tag starker Wind welcher für ein 5.3 er Segel reichte.

Geldwechseln:
- ich habe vor der Reise mit AirTM (www.airtm.io) Geld für die Flüge und Hotels auf ein Konto meiner Bekannten überwiesen. Anleitung in diesem Forum beschrieben. Klappt ausgezeichnet und geht immer schneller (immer mehr Cashiers). Letzer Kurs war 1:7200)
- Dolar in Bar und dann im Sharks mit 1:7000 gewechselt

Fazit: eine erfolgreicher, glücklicher Urlaub mit Besuch von Freunden in einem Land in der Krise[/list]

Dieses Thema hat 4 Antworten

Du musst registriertes Mitglied und eingeloggt sein, um die Antworten in diesem Thema anzusehen.


Registrieren Anmelden
 
Antworten

Zurück zu „Reiseplanung nach Venezuela - Reiseberichte aus Venezuela“