Medezinische Versorgung im Hospital

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Roli
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Medezinische Versorgung im Hospital

Beitrag von Roli » Di 19. Jun 2018, 12:02

Mein Chatfreund ist Medizinstudent in Caracas und hat mir vor Kurzem Einblicke in sein Hospital gegeben. Er berichtete mir von fehlenden Ärzten und Medikamenten. Die Medizinstudenten müssen inzwischen 48 Stunden Schichten machen um fehlendes Personal auszugleichen. Medikamente werden für medizinisches Personal gehortet. Da es nur wenig zu Essen gibt klappen auch die Studenten bei der Belastung um und werden mit Kochsalzlösungen wieder aufgepäppelt. Mein Freund berichtet mir dass er manchmal nur einmal am Tag etwas isst zum Beispiel eine Stange Lauch. Er ist nur noch Haut und Knochen, sieht zum Fürchten aus. Er erzählt dass nur die Familien einigermaßen durchkommen, die Kinder in Peru Kolumbien oder anderswo haben, welche regelmäßig Geld senden. Alle bewegen sich auf Sparflamme und ruhen viel. Gestern hat es auch ihn erwischt. Kreislaufkollaps. Da er Mediziner ist bekam er sofort Vitamine und Mineralien. Dennoch wurde Blutarmut festgestellt. Wegen Studium und Hospitaldienst kann er nicht stundenlang für Lebensmittel anstehen. Und er kann sich vieles auch nicht mehr leisten. Was mich dennoch erstaunt ist, dass er nicht wirklich jammert. Sondern einfach trocken erzählt und auch nur auf Nachfrage. Der Stolz der Leute ist ungebrochen. Er meinte mehrmals Venezuela ist kein Slum in Südafrika. Man spürt richtig Schahm. Dies alles natürlich jetzt Hörensagen aber aus erster Hand.

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