Was tun?

Krankenhäuser, Ärzte, Notaufnahmen, Versicherung.
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monist
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Was tun?

Beitrag von monist » Mi 28. Feb 2018, 12:29

Hallo, durch einen Kommentar in dem verlinkten Artikel über die Kandidatur Falcóns bin ich zu folgendem Artikel der NYTimes gestossen:
https://www.nytimes.com/interactive/201 ... rving.html
Ich habe die ersten Bilder gesehen, einen Teil gelesen und dann aufgehört... =(( es ist doch unfassbar was da los ist! Was kann man denn tun, damit die medizinische Versorgung besser wird und der ganze Wahnsinn aufhört? Mir ist auch klar, dass es in vielen Ländern noch viel schlimmer ist, siehe Syrien, aber es ist unerträglich zu sehen, wie es in Venezuela sehenden Auges weiter in die Katastrophe geht, obwohl es nicht sein müsste. Wenn ich nur was tun könnte... aber was?
Sorry, ich will euch nicht mit emotionalem Geheule nerven, aber das musste ich mal loswerden.
Saludos, Moni :-L

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el cacique
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Re: Was tun?

Beitrag von el cacique » Mi 28. Feb 2018, 14:40

Was kann man tun? Ich glaube, dass jeder Einzelne im Forum bereits etwas unternimmt, um seine Familie in Venezuela über Wasser zu halten. Aber eine Hilfe im großen Stil ist das natürlich nicht. Und gerade jene, die auf den Bildern zu sehen sind, haben bestimmt keine Angehörigen im Ausland, die mit Geld, Lebensmitteln oder Medikamenten helfen können.

Ich bin inzwischen davon überzeugt, dass sich die Venezolaner nur noch selber helfen können. Sie müssen diese Regierung los werden, um den Weg für eine groß anlegte internationale Hilfe frei zu machen.

Die Kernfrage lautet also, wie wird man diese Regierung los? Antwort (so sehe ich dies): Mit Gewalt. Dies wird sicherlich auch mehrere 1.000 Menschenleben kosten. Aber anders aber läuft es wohl nicht. Es sei denn man will ganz langsam verhungern.
Grüße
el cacique

¨Nichthinfahrer¨ und ¨Ichhabvoneinemgehörtdereinenkennt¨ sind diejenigen, die in Venezuela die meisten schlechten Erfahrungen gemacht haben.

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hanniban
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Re: Was tun?

Beitrag von hanniban » Mi 28. Feb 2018, 22:01

Ich sehe es ähnlich wie Cacique. Mein Sohn ist nur ein paar Monate älter als der zu Beginn des Artikels erwähnte Bub. Mich macht das so sauer. Mich haben in Caracas täglich Frauen mit kleinen Kindern um Windeln oder etwas zum Essen angebettelt. Einmal habe ich einer wahnsinnig jungen Mutter etwas zum Essen gebracht und bin vor ihr und dem kleinen vier Monate alten Baby in Tränen ausgebrochen. Ich wollte meine Augen nie vor dem verschließen, was da passiert, aber wenn man weiß und sieht, dass man einfach nicht wirklich helfen kann, ist man dann doch froh, dieses Leid nicht mehr jeden Tag sehen und so nah mitbekommen zu müssen. Keine Ahnung, wie man helfen kann, es ist alles nur ein kleiner Tropfen, solange sich an der politischen Elite nichts ändert.

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C. Tovar
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Re: Was tun?

Beitrag von C. Tovar » Do 1. Mär 2018, 00:10

....schließe mich dem was el cacique geschrieben hat an.
Es gibt keine Änderung durch "Einsicht" in Venezuela.
Alle Gespräche und Diskussionen sind nur Show und Entertainment, nur heiße Luft. Es gibt ja keine Krise in
Venezuela (laut Regierung Maburro) weder humanitär,
noch medizinisch oder in anderer Art. Alles bestens!
Hatte immernoch auf die Armee und einen Umsturz der
von innen kommt gehofft, aber dass ist wohl eher
Wunschdenken. Ich bin zwar pazifist aber es gibt sicher
nur eine gewaltsame Lösung und die wird blutig, diese
Regierung muss weg und zwar komplett. Der einzige Weg
um diese Tragödie zu beenden. Und am besten keine
Gefängnisstrafen, nur Exikutionen!

makopp55
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Re: Was tun?

Beitrag von makopp55 » Do 1. Mär 2018, 02:28

In Kolumbien wird es auch immer schlimmer, es kommen immer mehr. Sie sind bereit fuer jeden Peso etwas zu arbeiten. Die klomm binarischen Nutten fangen schon an sich gegen die "billig" Konkurrenz aus Venezuela zu wehren.

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