Dramatische Inflation - Wie geht ihr damit um?

Hier informieren wir uns, was bei einem Umzug nach Venezuela zu beachten ist.
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DonKaribik85
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Dramatische Inflation - Wie geht ihr damit um?

Beitrag von DonKaribik85 » Mo 8. Jan 2018, 19:09

Dramatische Inflation

Ist natürlich schon krass von außen das mitzubekommen - wie geht ihr damit um ???


(Hierhin kopiert und als neuen Thread aufgesetzt. spitfire88)
Ein guter Rum eine gute Zigarre ein guter Platz - und das Leben ist mein Film

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el cacique
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Dramatische Inflation - Wir geht ihr damit um?

Beitrag von el cacique » Mo 8. Jan 2018, 20:30

Die Inflation ist für die Europäer, die in Venezuela leben, eigentlich nicht das wesentliche Problem, sofern sie EUR-, USD- oder CHF-Vermögen und/ oder Einkünfte in entsprechenden Währungen haben. Wer natürlich von den Einkünften in lokaler Währung leben muß, der hat i. d. R. ein Problem bzw. wohnt wohl nicht mehr in Venezuela.

Solange der Anstieg des Schwarzmarktwechselkurses für die Devisen in etwa mit der selbe Rate steigt wie die Verbraucherpreise, ist die Inflation nicht das eigentliche Problem. Wichtiger ist es, in regelmäßigen Abständen an seine Devisen heranzukommen und jemanden zu kennen, der einem diese Devisen auch zu einem vernünftigen Kurs umtauscht.
Ferner braucht man ein lokales Bankkonto, um am üblichen bargeldlosen Zahlungsverkehr (Debitkarte) teilnehmen zu können. Ich kenne bisher noch keinen Ausländer ohne Residencia / permanente Aufenthaltsgenehmigung, der über ein lokales Bankkonto verfügt. Ohne Bankkonto kann es dir passieren, dass du für Minimalbeträge in EUR tütenweise Kleingeld in VEF mit dir herumschleppen musst.
Grüße
el cacique

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hanniban
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Re: Dramatische Inflation - Wir geht ihr damit um?

Beitrag von hanniban » Di 9. Jan 2018, 17:41

el cacique hat geschrieben:
Mo 8. Jan 2018, 20:30
Solange der Anstieg des Schwarzmarktwechselkurses für die Devisen in etwa mit der selbe Rate steigt wie die Verbraucherpreise, ist die Inflation nicht das eigentliche Problem. Wichtiger ist es, in regelmäßigen Abständen an seine Devisen heranzukommen und jemanden zu kennen, der einem diese Devisen auch zu einem vernünftigen Kurs umtauscht.
Das ist vermutlich auch das Hauptproblem für Ausländer derzeit: die Schwarzmarktkurse steigen doch relativ schnell an, d.h. es macht wenig Sinn, große Mengen Geld zu wechseln, da das gewechselte Geld ja an Wert verliert und gleichzeitig die Produktpreise steigen. Darum ist es vernünftiger, immer nur kleine Mengen Geld zu wechseln bzw. nur so viel, wie man auch schnell ausgibt, was aber kompliziert werden kann, wenn man niemanden hat, der einem regelmäßig zu vernünftigen Kursen wechselt.
el cacique hat geschrieben:
Mo 8. Jan 2018, 20:30
Ferner braucht man ein lokales Bankkonto, um am üblichen bargeldlosen Zahlungsverkehr (Debitkarte) teilnehmen zu können. Ich kenne bisher noch keinen Ausländer ohne Residencia / permanente Aufenthaltsgenehmigung, der über ein lokales Bankkonto verfügt.
Timberframe, der derzeit auch in Venezuela ist, hat ein Konto ohne Residencia aufmachen können. Wäre interessant, hier zu erfahren, ob auch andere Touristen so eine Karte bekommen konnten. Das bringt zwar Venezuela-Neulingen wenig, weil ja schon zur Beginn der Reise eine Debitkarte gut wäre, aber für regelmäßig Venezuela-Reisende wäre so ein Bankkonto definitiv eine Erleichterung.

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el cacique
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Dramatische Inflation - Wie geht ihr damit um?

Beitrag von el cacique » Di 9. Jan 2018, 18:15

Korrekt. Ich denke, das dauert Wochen, bis die Debitkarte vorliegt.
Grüße
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Dramatische Inflation - Wie geht ihr damit um?

Beitrag von Playonero » Fr 12. Jan 2018, 11:40

Meine Frau gibt mir manchmal Geld. Das trage ich dann mit mir rum. Es gibt ja eh nix zu kaufen. Außer Bier und da bezahlt dann wieder meine Frau die Rechnung, ... irgendwie.
Viele Gruesse
Playonero

Eine Kiste Bier reicht für 2 Personen, wenn einer nicht trinkt.

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